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Geist trägt das Leben. Wir beachten ihn nicht.
Atem trägt unser materielles Leben. Wir beachten ihn nicht.

Körper, Seele und Geist durchdringen sich als Teile eines Organismus, der in stetiger Ent-wicklung ist. Der Mensch trennt sie im Geist künstlich: in seinem Streben nach SelbstErkenntnis.

Wir landen mit dem ersten Atemzug auf diesem Planeten, wir gehen mit dem letzten Atemzug. - ?Wer atmet, wenn wir schlafen?

Die Naturwissenschaft kann weder sagen, was Leben ist, noch wo Beginn oder Ende sein sollte.

Das Leben erfahren wir bewusst oder unbewusst - wir haben die Wahl! Unser Atem ist uns so selbstverständlich, dass wir ihn bis zur Missachtung unterschätzen.

Atemübungen führen zu Bewusstheit, bewirken Vitalität und Immunität auf allen drei Ebenen. Immunität ist der eigene Stand in allen drei Ebenen.

Das Denkvermögen ermöglicht dem Menschen gesunden Verstand und Erkenntnis. Erkenntnis begleitet uns ständig, denn nur sie ermöglicht uns Orientierung in der materiellen Welt.

Die Erfahrung der Erkenntnis im Irdischen ermöglicht Erkennen und Orientierung in der geistigen Welt.

Atemübungen und Gespräche mit systematischer Erarbeitung von Begriffen klären den Blick auf sich selbst, in die Welt und machen wirkliche Begegnung möglich. Wo sich alle Menschen bewusst einstimmig begegnen, ist Gott.

Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte.

Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht.

Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste.

Gedeihen Moral und Kunst nicht, so trifft die Justiz nicht;

trifft die Justiz nicht, so weiß das Volk nicht, wohin Hand und Fuß setzen.

Darum achte man darauf, dass die Worte stimmen.

Das ist das Wichtigste von allem.

Konfuzius 551-479 vCh

 

Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Vater.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Vaters.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen
war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur
zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Vater:
"Vater, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am
meisten brauchte?"

Da antwortete er:
"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.
Margaret Fishback Powers